Landrat und Oberbürgermeister verlangen schnelle Teilöffnung der Abfahrt Mainz Mombach

Landrat und Oberbürgermeister verlangen schnelle Teilöffnung der Abfahrt Mainz Mombach
Landrat und Oberbürgermeister verlangen schnelle Teilöffnung der Abfahrt Mainz Mombach | Bild: Martin Kraft / CC BY-SA 3.0

Der Landrat des Landkreises Mainz Bingen Thomas Barth und der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase fordern in einem gemeinsamen Schreiben an Verkehrsministerin Daniela Schmitt die schnelle Teilsperrung der Abfahrt der A643 zur Anschlussstelle Mainz Mombach zu beenden. Die Rampe von der Schiersteiner Brücke aus Wiesbaden kommend ist seit Anfang Oktober komplett gesperrt. Laut den beiden Politikern führt die Sperrung zu erheblichen Einschränkungen für Pendlerinnen und Pendler, zu vermeidbaren Umwegen und zu zusätzlicher Belastung der ausgeschilderten Umleitungen.

Sperrung und unmittelbare Folgen

Die vollständige Sperrung der Abfahrtsrampe gilt nach Angaben der Verfasser des Schreibens als Reaktion auf sicherheitsrelevante Mängel und Fehlverhalten einzelner Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer. Barth und Haase sehen die Hintergründe der eingeschränkten Nutzbarkeit als nachvollziehbar an, kritisieren aber die Entscheidung für eine Komplettsperrung als unverhältnismäßig. Ihrer Darstellung nach leiden nun alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer unter dem Verhalten einiger Lkw Fahrerinnen und Fahrer, die sich nicht an Verkehrsregeln gehalten hätten.

Forderungen an die Landespolitik

In dem Brief an Verkehrsministerin Daniela Schmitt fordern die beiden Kommunalpolitiker, gemeinsam mit den beteiligten Akteuren auf Bundesebene möglichst schnell eine teilweise Nutzung des Bauwerks und der Anschlussstellen wieder sicherzustellen. Sie verlangen, dass Alternativen zur Komplettsperrung geprüft werden. Konkret nennen sie die Möglichkeit, den Schwerlastverkehr umzulenken beziehungsweise eine Differenzierung der Fahrzeuge im laufenden Verkehr zu ermöglichen. Eine Vollsperrung bis zur Fertigstellung einer neu gebauten Abfahrtsrampe halten sie für nicht akzeptabel.

Offene Fragen und mögliche Schritte

Welche technischen oder verkehrsrechtlichen Maßnahmen kurzfristig möglich sind, geht aus dem Schreiben nicht im Detail hervor. Barth und Haase fordern eine erneute Untersuchung und Überprüfung der Optionen zur differenzierten Verkehrslenkung. Damit verbunden ist die Bitte um Abstimmung mit Bundesstellen, da Entscheidungen zur Lkw Umlenkung und zu nationalen Verkehrsregelungen über das Land hinausgehen können.

Konkrete Zeitpläne für eine teilweise Freigabe der Abfahrt wurden in dem Schreiben nicht genannt. Das Schreiben macht deutlich, dass die beiden Kommunalpolitiker eine schnelle Lösung anstreben, um die Belastungen für den regionalen Verkehr zu verringern.

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